Geplatzte Blasen

Über Träume, die einfach nicht wahr werden wollten...

Seit dem das wirtschaftliche Potenzial des Internets erkannt wurde, kam es zu so manchen Höhenflügen, die mit einem jähen oder auch langsamen Abstieg endeten. Dabei wurden gigantische Vermögen geschaffen und auch wieder vernichtet. Teils nur virtuell, teils aber auch in der Realität.

New Economy, Luftschlösser zu verkaufen

Nie wieder wurden oder sind in der Vergangenheit Unternehmen nur aufgrund einer Idee so hoch bewertet worden, wie zu den Hochzeiten der New Economy, deren heiße Phase Ende der neunziger Jahre begann und Anfang der 2000er endete. Damals setzten die Börsen auf Firmen des neuen digitalen Informationszeitalters, die aber eigentlich oft nicht mehr besaßen, als eine gute Idee. Der größte Teil der Teilnehmer an der New Economy glaubte an einen grundlegenden Wandel von der auf Realwerten basierenden Industrie hin zu einer Informationsgesellschaft. Das führte mitunter dazu das so mancher Hoffnungsträger des Internetzeitalters praktisch über Nacht mehr wert war als große Industriekonzerne, die in vielen Jahrzehnten aufgebaut wurden. Als aber abzusehen war, dass nur mit Ideen, denen teilweise sogar noch die technischen Grundlagen fehlten, kein Geld zu verdienen ist, war es für die meisten Investoren zu spät. Viele Millionen Anleger verloren damals zumindest einen Teil ihrer Gelder. Überlebende der darauf folgenden Krise, in die auch wirklich erfolgreiche Internetfirmen hineingezogen wurden, waren ausschließlich Unternehmen, die bereits vor der New Economy eine breite Basis besaßen.

Second Life, vergessene Welt

Im Jahr 2003 ging die virtuelle Welt Second Life an den Start, die in kürzester Zeit in aller Munde war und eine neue Welt versprach, abseits der oft grauen Realität. Der anfängliche Hype bescherte enorme Zuwachsraten bei den Benutzerkonten. Noch heute sind offiziell etwa 28 Millionen Nutzer registriert. Die Zahl derer, die sich aber tatsächlich in Second Life regelmäßig aufhalten, beschränkt sich auf einen Promille-Anteil. Dabei besitzt die virtuelle Welt sogar ihre eigene Währung und diese wiederum kann mit echtem Geld erstanden werden. Genau das aber war einer der Punkte, der die Freude der Nutzer an Second Life schnell wieder sinken ließ, denn es besteht keine Haftung für Investitionen in Second Life. Ein weiterer Kritikpunkt war und ist die teilweise mangelhafte Grafik und letztlich scheiterte Second Life vielleicht einfach daran, dass sich darin dieselben Typen rumtrieben, denen der normale User im echten Leben ja auch aus dem Weg gehen will.

Häuser für alle, die Immobilienblase

Während die Dotcom-Blasen des letzten Jahrzehntes viel Geld kosteten, ohne dabei jedoch ein funktionierendes wirtschaftliches System zu gefährden, ist dies der Immobilienblase zum Ende der 2000er Jahre durchaus gelungen. In ihrem Sog sind Banken und Geschäfte untergegangen, die für so stabil wie Staaten gehalten wurden. Ausgegangen ist alles vom amerikanischen Immobilienmarkt, der durch leichtfertige Vergabe von Hypothekenkrediten aufgeheizt wurde. Möglich war dies, da die amerikanische Notenbank, das Gegenstück zur EZB, schon damals den Banken billiges Geld zur Verfügung stellte. Diese nutzten dies, um Kredite für den Hauskauf zu vergeben. Allerdings wurde die Kreditvergabe teilweise recht leichtfertig gehandhabt, wohl immer angesichts einer fetten Provision pro abgeschlossenem Kreditvertrag. Die Folge waren haufenweise faule Hypothekenkredite, die nicht bedient wurden. Um diese nun los zu werden, bastelten die Investmentbanker der Geldhäuser sogenannte Immobilienzertifikate, in die gute wie faule Kredite hineingemischt wurden, und schlugen diese Zertifikate als Anlagen selbst zur Alterssicherung an Klein- und Großanleger los. Das Ende vom Lied ist bekannt. Die Immobilienblase platzte und die Werte der faulen Zertifikate sanken ins Bodenlose. In vielen Staaten, darunter auch Deutschland und Spanien, musste der Staat eingreifen und die Banken mit Milliardenbeträgen stützen. Anleger erhielten zwar teilweise etwas von ihrem Geld zurück, der größte Teil verlor aber sein Vermögen durch ein System, das die Verwendung von Spareinlagen für riskante Börsenspiele erlaubt.

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